Herbstzeit ist Staudenzeit.
Jetzt muss die Gärtnerin und der Gärtner Zeit haben, Zeit für die beste Zeit im Garten. „Vollherbst“ wie diese Zeit genannt wird, fordert vollen Einsatz; insbesondere wenn man Veränderungen im Garten vornehmen möchte. Stauden können noch geteilt, verpflanzt oder auch neu gesetzt und arrangiert werden. Mein Wunsch ist es das Staudenbeet noch ein Stück zu verbreitern. Gräser fehlen. Bisher hatte ich nicht den Mut in meinem kleinen Garten, aber vom Fachmann hörte ich, dass große Einzelpflanzen einen kleinen Garten größer erscheinen lassen. Das Silberährengras (Achnatherum calamagrostis) soll im Winter mit Raureif überzogen besonders dekorativ aussehen, vielleicht auch das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) mit den buschigen Blütenständen. Aber das verlangt einen durchlässigen Boden und will durch einen freien Stand gewürdigt werden. Bis zu 150 cm hoch wird dass Goldbartgras (Sorghastrum avenaceum), das macht sich neben den hohen Sonnenhutstauden bestimmt besonders gut und schirmt den Carport der Nachbarn ab.
Zu guter Letzt noch etwas vom Gartenmeister Johann Wolfgang von Goethe, als Tafellektüre sozusagen: er schrieb an Schiller, allerdings am 27. Juni 1797, einem vom Wetter her wohl unbeständigen Tag „Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.“
Gudrun Reher 05.10.09