die internationale Gartenschau Hamburg 2013 setzt schon jetzt Zeichen.
Ein
Ausflug auf der winterlichen mit dichten starken Eisschollen bedeckten Elbe im
Hafen weckt Frühlingsgefühle:
Ich bin neugierig geworden und in diesem Winter lässt die dicke weiße Decke, die meinen Garten seit Wochen fest umschließt, viel Zeit um anderen grünen Spuren nachzugehen. Ich suche unter „igs 2013“ und werde fündig.
Eine
Zeit- und Weltreise durch die Landschaften dieser Erde soll der Besucher dort im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg
erleben können: in Anlehnung an Jules Verne und seine Helden, die in 80 Tagen
um die Welt reisten, sollen in sieben Themenwelten 80 fantasievoll gestaltete
Gärten entstehen. Die ersten Bäume sind gefällt, fast 200 Kleingärtner mussten
ihre Parzellen aufgeben, dafür werden andere Kolonien aktiv mit ins Programm
hinein genommen. Das Werbematerial klingt modern: Da gibt es die Welt der
Häfen, der Kulturen, der Kontinente, der Religionen, die Natur- und
Wasserwelten und die Welt der Bewegung. Hier finde ich die asiatischen Gärten für
Kampfsport, einen Klettergarten, die Fitness- und Trendsport-Gärten, mit der
Aufforderung zur dynamischen und intensiven Bewegung. In entgegen
gesetzter Himmelsrichtung sollen Gärten
Raum geben, für Entspannung und Einkehr.
Oh, ich fange an mich nach meinem Garten zu sehnen... ich will mich bücken, strecken, biegen, mich in mein Grün erneut verlieben!
Dennoch.
Ich werde mir dieses Fleckchen von ca.
100 Hektar in Wilhelmsburg im Frühjahr einmal ansehen, um zu sehen, wie und was
2010 zu sehen ist und was mit geplanten 70 Millionen Euro Investitionskosten
bis 2013 so blüht, grünt und wächst.
Gudrun Reher. 02.02.2010